Krankheit

Krankheit lässt sich definieren als eine Störung des physischen Systems des Körpers, die mit Symptomen wie Schmerzen, Unwohlsein oder Funktionsstörungen einhergeht, welche die normalen bzw. gesunden Abläufe des Körpers erschweren, beeinträchtigen oder sogar unmöglich machen.

krankheitDies kann einen Bereich des Körpers betreffen, wie ein einzelnes Organ, oder auch den Körper als ganzes. Krankheit kann dabei von außen stammen, etwa bei einer Infektion oder durch einen Unfall, oder von innen, wie bei Krebs, einer angeborenen Störung eines Organs, oder einer Allergie – die ja eine Überreaktion des Körpers auf im Grunde genommen harmlose Stoffe darstellt.

Da Krankheit so vielschichtig ist, wird sie auch häufig auch einfach als fehlende Gesundheit definiert.

Was aber macht uns krank?
Die Ursachen von Krankheit können vielschichtig sein. Krankheiten können plötzlich auftreten oder sich über lange Zeiträume hinweg entwickeln, sie können sogar lange unerkannt bleiben, um dann auf einmal auszubrechen, wie es zum Beispiel bei vielen bakteriellen oder viralen Infekten der Fall ist, die ein gut funktionierendes Immunsystem jahrelang in Schach halten kann, bis durch eine auftretende Schwächung des Immunsystems – etwa durch Stress, eine Erkältung, Umzug und damit Ausgesetztsein von fremden Krankheitserregern – die Krankheit auf einmal plötzlich ausbricht, obwohl der Zeitpunkt der Infektion möglicherweise schon lange zurückliegt.

Vor allem bei chronischen Erkrankungen kann es helfen, Krankheit im Lichte fernöstlicher Philosophie zu betrachten, wobei die ganzheitliche europäische Philosophie ähnliche Ansätze vertritt. Hier werden Körper und Geist als ein Ganzes betrachtet, und Krankheit als eine Ausdrucksform des Körpers angesehen, welche sich als Ausdruck seelischer Problematiken und Ungleichgewichte manifestiert. Veranschaulichen kann man sich dies, wenn man sich vorstellt, wie sich eine Schulklasse gleichzeitig mit den Masern oder einer anderen Krankheit infiziert. Von 15 mit dem gleichen Erreger infizierten Kindern werden kaum zwei gleich mit der Erkrankung umgehen. Die einen werden weinerlich und schutzbedürftig, die anderen ungeduldig und jähzornig, wieder andere ruhig mit einem stark vermehrten Schlafbedürfnis, ein anderes Kind mag die Erkrankung kaum beeinträchtigen, und bei wieder einem anderen stellen sich stärkere Komplikationen wie hohes Fieber ein. Die Umgehensweise mit der Krankheit ist es, was bei einem ganzheitlichen Ansatz mit berücksichtigt und bei einer Behandlung mit einbezogen wird, daher erhält das schwache, schutzbedürftige Kind eine völlig andere Behandlung als das wütende, ungeduldige, wohingegen bei einem schulmedizinischen Ansatz alle Kinder das gleiche Medikament gegen die Symptome, oder den Erreger, oder das Fieber bekommen würden.

Wer krank ist, kommt nicht umhin, sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Und wer hat nicht schon einmal erlebt, dass der Körper genau dann, wenn der Stress eigentlich schon seit längerem beinahe unerträglich geworden ist, auf einmal eine Notbremse einlegt: man wird krank, fiebert, und der Körper holt sich die längst fällige Pause vom Stress des Alltags. Zeit ist es dann auch, darüber nachzudenken, ob es nicht möglich ist, einige der Faktoren auszuschalten, die uns krank machen. Wenn man chronisch gestresst ist, kommt der Körper mit der Zeit zu kurz und fordert dann sein recht, indem er uns darauf aufmerksam macht, dass er dringend etwas Pflege benötigt. Daher tut man gut daran, das eigene Pensum gründlich zu überdenken und sich im Alltag Ruheinseln zu schaffen, in denen man auftanken kann. Auch die Basis dessen, was uns am Leben erhält – angefangen von der Ernährung bis hin zu ausreichender Bewegung – sollte geprüft werden. Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg ungesund ernährt, mit zu viel Fetten, Zucker, Weißmehl, Fleisch und zu wenig Obst und Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchten und kalt gepressten ölen, muss sich nicht wundern, dass er davon krank wird. In der Tat ist es so, dass die meisten der heute bekannten Zivilisationskrankheiten im Darm beginnen, das bedeutet, dass sie ihren Ursprung in einer Ernährungsweise haben, die den Körper krank macht, statt ihn mit lebensnotwendigen Vitalstoffen zu versorgen.

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