Wie man Nahrungsunverträglichkeiten erkennt

Wir leben in einem Zeitalter der verarbeiteten Nahrungsmittel. Der durchschnittliche Bundesbürger isst mindestens ein mal pro Woche Fertiggerichte, wobei die Zahl derer zunimmt, die sich weitgehend von Fertignahrung aus dem Regal oder der Tiefkühltheke ernähren. Fertignahrung ist schnell zubereitet, dank allerlei Zusatzstoffe auch schmackhaft für denn Gaumen, und zudem häufig auch noch Balsam für die Seele, da sie mit ihren fettigen, zucker- und weißmehlhaltigen Zutaten dafür sorgt, schnelle Energie für den stressigen Alltag zu liefern.

nahrungsmittelunvertraeglichkeitWenn man sich jedoch die Zutatenliste eines beliebigen Fertigproduktes mit einem prüfenden Blick anschaut, fallen mehrere Dinge ins Auge. Unter den ersten drei bis fünf Stellen stehen Dinge wie Auszugsmehl, Weißmehl, Zucker, Glukosesirup, hinzu kommen Aromastoffe, und schließlich in kleinen Mengen evtl. verschiedene Gemüse, Früchte und/ oder Fleisch. Letztere sind ebenfalls stark verarbeitet, wobei das größte Problem ist, dass die ursprünglich z.B. in Gemüse vorhandenen Vitamine eine solche industrielle Verarbeitung nicht überleben, weswegen die Hersteller ersatzweise Mineralien und Vitamine zusetzen, so dass sie ihre Produkte als „gesund“ vermarkten können.

Wenn man sich anschaut, wie weit sich solche Nahrungsmittel von ihrem natürlichen Ursprung entfernt haben, und im Grunde genommen nur noch aus kohlehydrat- und fettreichen Trägerstoffen mit künstlich zugesetzten Vitaminen bestehen, verwundert nicht, dass dies langfristig Konsequenzen für die Gesundheit hat.

Und richtig, die zahl der Nahrungsmittelunverträglichkeiten nimmt in modernen Zivilisationen drastisch zu, bereits im Kindesalter. Zu reich ist das Überangebot an bestimmten stoffen, darunter Kohlehydrate und bestimmte Arten von Proteinen, dass der Körper damit nicht mehr zurecht kommt und streikt.

Eine bekannte Nahrungsmittelunverträglichkeit ist zum Beispiel die Laktoseintoleranz, also die Unverträglichkeit von Milchzucker. Dieser einfache, leicht verdauliche Zucker aus der Kuhmilch wird vom Darm nicht richtig absorbiert, was zunächst zu einem Anschwellen der Darmwand und infolgedessen zu Blähungen, Völlegefühl bis hin zu ersteren Gesundheitsstörungen wie Durchfällen führen kann. Medizinisch gesehen handelt es sich um eine Kohlehydratmalabsorption, bei der der Körper das zum Abbau der Laktose notwendige Enzym Laktase nicht produziert. Diese ist im Grunde genommen bei den meisten Säugetieren nicht einmal krankhaft, sondern völlig natürlich. Die25A% der Weltbevölkerung, die im Erwachsenenalter Kuhmilch verträgt, gehört zu den großen Ausnahmen unter den Säugetieren. Für Menschen mit Laktoseintoleranz gibt es zahlreiche Alternativen wie Ziegenmilch, oder Milch aus pflanzlichen Quellen wie Mandeln, Reis oder auch Soja.

Auch Glutenunverträglichkeiten kommen häufig vor. Gluten ist das vor allem im Weizen vorhandene Klebereiweiß, Glutenunverträglichkeit wird auch als Zöliakie bezeichnet. Diese ruft eine Entzündung des Darms hervor, bei welcher Darmephitelzellen sogar dauerhaft gestört werden können. Dadurch werden Durchfall, Erbrechen und allgemeines Unwohlsein hervorgerufen. Betroffene müssen auf eine glutenfreie Ernährung achten, was heutzutage durch glutenfreie Backwaren und Mehle einfacher , jedoch trotzdem im Alltag relativ aufwendig ist.

Insgesamt bedeuten Nahrungsmittelunverträglichkeiten für die Betroffenen stets Einschränkungen, die ein Leben lang beibehalten werden müssen.

Copyright © 2014 iisli.com All rights reserved.

Impressum