Wie gefährlich ist die Vogelgrippe?

Die allgemeine Angst vor der Vogelgrippe ist verständlich, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt für den größten Teil der Bevölkerung nicht begründet. Die Unsicherheit gegenüber dem unbekannten Virus wurde vor allem durch die Medien ausgelöst, die spektakuläre Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus in den Vordergrund ihrer Berichterstattung gerückt haben.

vogelgrippeAnsteckung
Als normaler Mensch ist es nahezu unmöglich, sich mit dem Virus anzustecken. Hauptsächlich findet man das Virus in den Sekreten der Atemwege und im Kot der Tiere. Die Gefahr der Infektion besteht lediglich für Personen, die einen engen Kontakt mit Geflügel haben. Das Virus wird über direkten Hautkontakt oder über das Einatmen von virushaltigen Staubteilchen übertragen. Grundsätzlich wurde festgestellt, dass bei einer Infektion, die Hygienevorschriften nicht ausreichend beachtet wurden.

Verzehrt man Eier oder Fleisch von Geflügel, ist dieses gegart und das Virus somit auf jedem Fall abgetötet. Es stirbt sofort ab, wenn es beim Garen über 70° C erwärmt wird. Bis zu 100 Tagen und damit am längsten kann das Virus in flüssigem Mist überleben. In Eiern die bei 4° C gelagert werden, lebt das Virus bis zu 35 Tagen. Bei Temperaturen über 22° C verliert es nach und nach seine Stabilität und stirbt innerhalb von 7 Tagen.

Vorbeugung
Als Vorsichtsmaßnahme sollte man gerade beim Essen darauf achten, die Hände gründlich zu waschen. Wenn man beim Spaziergang im Freiland ein totes Tier entdeckt, darf man es auf keinen Fall berühren, sondern sollte es dort lassen wo es ist und den Fund melden. Als Sicherheitsmaßnahme vermeidet man am besten jeden Kontakt mit Wildvögeln. Dies gilt auch für unsere Haustiere. Sie sollten beim Freilauf keine Gelegenheit haben, mit Vögeln in Berührung zu kommen.

Impfschutz
Gegen den Erreger A/H5N1, der allgemein als Vogelgrippevirus bekannt ist, konnte bislang noch kein bei Menschen wirksamer Impfstoff gefunden werden. Allerdings sind die Forschungslabors davon überzeugt, innerhalb der nächsten Zeit eine wirksame Impfung für die aktuell bekannten Virenstämme anbieten zu können.

Problematisch ist, dass sich die Viren ständig verändern, wodurch sie in ihrer neuen Form gegen einen Impfstoff immun werden können und dieser damit wirkungslos ist. Die Gefahr, die vom A/H5N1 Virus ausgeht ist, dass es in der Zukunft in einer Weise mutiert könnte, bei der eine Übertragung von von Mensch zu Mensch nicht auszuschließen ist. Tritt dieser Fall ein, muss die Suche nach einem Impfstoff von Neuem beginnen.

Obwohl eine normale Grippeimpfung nicht gegen das Vogelgrippevirus schützt, raten Experten trotzdem in bestimmten Fällen zu einer vorbeugenden Impfung. Personen, die sich in gefährdeten Gebieten aufhalten, können so eine gleichzeitige Infektion mit beiden Virusarten und zwar dem humanen Grippevirus und dem Vogelgrippevirus, unterbinden.

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